Bundesamt für Naturschutz

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Wildniskommunikation in Deutschland

Hintergrund

Gebiete, in denen die Natur sich selbst überlassen bleibt, sind im dicht besiedelten Deutschland selten. Es gibt nur noch wenig Raum für natürliche dynamische Prozesse und somit für Lebensräume wie intakte Auen, Naturwälder oder Pionierbiotope. Große Teile dieser Landschaften sind verloren und mit ihnen ihre Vielfalt an Arten und Lebensräumen. Daher hat sich die Bundesregierung in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt 2007 auch spezifische Ziele zur Wildnisentwicklung gesetzt. Danach sollen u. a. 2 % der Landesfläche Deutschlands bis 2020 als überwiegend großflächige Wildnisgebiete gesichert werden. In der Naturschutz-Offensive 2020 des Bundesumweltministeriums werden Initiativen und eine stärkere Kommunikationsarbeit für mehr Wildnis gefordert.

Auf der Homepage anschaulich dargestellt: So viel oder, besser gesagt, wenig Fläche entspricht dem 2 %-Wildnisziel
Auf dieser Abbildung sind hundert grüne Bäume dargestellt, von denen nur zwei dunkelgrün markiert sind um die zwei Prozent Wildnisziel zu symbolisieren.

Das Projekt

Leitidee Wildniskommunikation
Die Abbildung zeigt die Leitidee der Wildniskommunikation "Gemeinsam aktiv für mehr faszinierende, große Wildnisgebiete in Deutschland"

Wie kann die Erreichung dieser Ziele gelingen? Unter Federführung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) haben mehrere Naturschutzverbände ein gemeinsames Vorhaben auf den Weg gebracht: „Wildniskommunikation in Deutschland“ unterstützt mittels professioneller Kommunikationsarbeit den Prozess zur Entwicklung und Etablierung von Wildnisgebieten in Deutschland. Das Projekt soll die Bedeutung von Wildnis mit verschiedenen Beiträgen darstellen und fundierte Überzeugungsarbeit leisten. Die Leitidee (s. Abbildung) stellt dabei den Grundgedanken für das gesamte Projekt dar.

Zielgruppen des Projektes sind vor allem Multiplikatoren in Behörden und Verbänden. Diese werden die Projektergebnisse, wie z. B. einen Imagefilm, Fortbildungen oder Broschüren, für ihre eigene Arbeit kostenfrei nutzen können. 


Die neue Internetplattform zur Wildnis ist seit Februar 2016 online
Diese Abbildung zeigt einen Screenshot der neuen Internetplattform zur Wildnis, die seit Februar 2016 online ist. Audf dem Foto sieht man einen Teil der Alpen mit dem Titel "Wildnis im Fokus, Berchtesgaden - Wildnis im Alpen-Nationalpark"

Bereits online ist die Webseite zu „Wildnis in Deutschland“. In diesem ansprechend gestalteten Portal finden sich umfangreiche Informationen zum Thema Wildnis, wie z. B. „Warum Wildnis?“ oder Steckbriefe von Gebieten, in denen sich Wildnis entwickeln darf. Die Inhalte dieses Internetauftritts werden von allen relevanten Naturschutzverbänden unterstützt.

Die erste Veranstaltung fand im Feburar 2016 am Nationalpark Hunsrück-Hochwald statt
Dieses Bild zeigt die Teilnehmer der Fortbildung, die im Februar 2016 am Nationalpark Hunsrück-Hochwald stattfand.

Ausblick

Bis Ende des Jahres 2016 wird ein ca. 3-minütiger Wildnis-Imagefilm fertiggestellt werden. Zwei Broschüren sollen ab Herbst 2016 Entscheidungsträgern in der Politik bzw. in Fachbehörden und Verbänden alles Wichtige zum Thema Wildnis erläutern. Im Frühjahr 2017 wird Wildnisakteuren auf einem großen Abschlussforum die Möglichkeit für einen intensiven thematischen Austausch gegeben werden.

Publikationen / weiterführende Links

Plattform für mehr Wildnis in Deutschland:  www.wildnis-in-deutschland.de

Homepage des Projektträgers:  https://fzs.org.de

Laufzeit

06/2015 – 05/2017

Förderprogramm

Verbändevorhaben, FKZ 3515 68 5005

Projektträger

Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e. V.

Beteiligte Partner

In Zusammenarbeit mit:
Stiftung Naturlandschaften Brandenburg
Naturstiftung David
Deutsche Umwelthilfe

Fachbetreuung

Fachgebiet II 2.1,  Dr. Heiko Schumacher

 

 

 

Weitere Informationen

Letzte Änderung: 24.05.2016

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