Bundesamt für Naturschutz

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Dauerhafte Beobachtung und Erfahrungsaustausch


Um sicher zu gehen, dass sich das Grüne Band wie gewünscht entwickelt und die zahlreichen dort durchgeführten Managementmaßnahmen auch erfolgreich sind, ist eine Erfolgskontrolle sowie eine langfristige Beobachtung der Entwicklung des Grünen Bandes erforderlich. Zudem muss es im Nachgang zu der Übertragung von Flächen des Nationalen Naturerbes im Grünen Band an die Bundesländer oder deren Naturschutzstiftungen zu Naturschutzzwecken möglich sein, den Zustand dieser Flächen zu überprüfen.

Entwicklung eines Beobachtungssystems

Vor diesem Hintergrund wurden schon auf der Fachtagung „Management des Grünen Bandes“ (2011) verschiedene Ansätze für Erfolgskontrollen und ein Monitoring vorgestellt. Die dortigen Teilnehmer waren sich darüber einig, dass die Nutzung vergleichbarer Monitoring-Methoden und eine einheitliche Form der Datenhaltung zum Grünen Band hilfreich wären und nach Möglichkeit angestrebt werden sollten.


Erfassungen der Biotoptypen eines Abschnittes des Grünen Bandes zwischen Buttlar und Grüsselbach in Thüringen vom Jahre 2001 und von 2012. 4,4 ha Acker wurden in extensives Grünland (mit schmalen Heckenstreifen) umgewandelt.
Nebeneinander dargestellt sind die Erfassungen der Biotoptypen eines Abschnittes des Grünen Bandes zwischen Buttlar und Grüsselbach in Thüringen vom Jahre 2001 und von 2012. Zu sehen ist, dass 4,4 ha Acker in extensives Grünland (mit schmalen Heckenstreif

In dem   F+E -Vorhaben „Aktualisierung der Bestandsaufnahme Grünes Band“ wurde daher nicht nur eine aktuelle Datengrundlage geschaffen, die auch als Referenz für ein langfristiges Monitoring dienen soll, sondern auch ein Konzept für ein langfristiges Beobachtungssystem entwickelt und mit den wichtigen Akteuren und Flächeneigentümern im Grünen Band abgestimmt.

Dieses Konzept basiert auf der in der Bestandsaufnahme im Jahr 2012 verwendeten Erfassungsmethodik und  sieht jeweils im Wechsel alle sechs Jahre eine Luftbilderfassung mit Interpretation sowie eine vollständige Kartierung der Biotoptypen im Grünen Band im Gelände vor. D.h. letztere würde alle 12 Jahre durchgeführt.

Erfahrungsaustausch

Aufgrund der besonderen Verhältnisse im Grünen Band, treten in verschiedenen Regionen des Grünen Bandes ähnlich gelagerte Probleme auf, für die Lösungen gefunden werden müssen. Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch der Akteure im Grünen Band ist daher von großer Bedeutung. Er soll in einem ca. zweijährigen Turnus stattfinden. Die letzte entsprechende  Tagung hat die  Stiftung Naturschutz Thüringen in 2013 organisiert.