Bundesamt für Naturschutz

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Biosphärenreservate - Modellregionen für nachhaltige Entwicklung im südlichen Afrika

Unterstützung bei der Umsetzung des UNESCO Wissenschaftsprogramm „der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) einschließlich des Biosphärenreservats-Konzepts im südlichen Afrika
Instrument für Naturschutz, nachhaltige Entwicklung und regionale Integration


Kontext:

Im Jahr 2011 erklärte der Dachverband Afrikanischer Biosphärenreservat „AfriMAB“ das südliche Afrika zu einer neuen Schwerpunktregion. Ziel ist es die Länder des südlichen Afrikas bei der Etablierung des MAB-Programms und der Einrichtung neuer Biosphärenreserve zu unterstützen. Nach der Regionaleinteilung von AfriMAB gehören Angola, Botswana, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Swasiland zum südlichen Afrika. Zur Etablierung von Biosphärenreservaten als Modellregionen für nachhaltige Entwicklung kam es bislang lediglich in Malawi, Simbabwe und Südafrika.. Um das Potential und das Konzept von Biosphärenreservaten im Kontext aktueller Herausforderungen weiter bekannt zu machen und zu entwickeln und geeignete Gebiete zu identifizieren, führt das BfN zusammen mit seinen Partnern unter anderem Capacity Building-Workshops durch und unterstützt die Erstellung von Screening-/Machbarkeitsstudien.

Im Folgenden finden Sie Links zu relevanten Machbarkeitsstudien sowie Kurzbeschreibungen der wichtigsten durchgeführten Veranstaltungen: 


Workshop: Biosphärenreservate - Lokale Lösungen für globale und lokale Herausforderungen (Februar 2016)

Aufbauend auf den beiden unten genannten Veranstaltungen fand vom 1. bis 4. Februar 2016 der Workshop „Biosphere Reserves: Local Solutions to Global and Local Challenges“ in Gaborone, Botswana, statt. Mit ca. 60 Teilnehmern aus acht Ländern des südlichen Afrikas konnte ein großer Kreis von Vertretern aus Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen erreicht werden. Thematisiert wurde, wie Biosphärenreservate zur Lösung lokaler Umwelt- und Entwicklungsprobleme beitragen und wie Herausforderungen, die sich im Kontext globaler Veränderungen ergeben, dadurch bewältigt werden können. Im Rahmen von Fallbeispielen sowie interaktiven Sitzungen, konnte auch das Potential von Biosphärenreservaten im Hinblick auf (transdisziplinäre) Forschungs- und Bildungsaktivitäten und die Etablierung von urbanen Biosphärenreservaten bewertet werden. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Workshops Vorschläge und Handlungsempfehlungen für ein zukünftiges gemeinsames Vorgehen der Länder des südlichen Afrikas erarbeitet.

 Dokumentation des Workshops

Workshop: Biosphärenreservate als Instrumente für Landschafts-Governance und nachhaltige Entwicklung (Dezember 2014)

Vom 1. bis 5. Dezember 2014 fand in Windhoek, Namibia, der Workshop "Biosphere Reserves as Tools for Landscape Governance and Livelihoods" statt. Mehr als 40 Teilnehmer verschiedener Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen aus afrikanischen und europäischen Ländern teilten hierbei ihre Erfahrungen zum Thema UNESCO -Biosphärenreservate und diskutierten, wie diesen Modellregionen auch im südlichen Afrika zu nachhaltiger Entwicklung und Naturschutz beitragen können. Insbesondere wurden Kenntnisse vermittelt, wie man charakteristische Landschaften durch die Einrichtung von Biosphärenreservaten und entsprechende "Governance-Strukturen" erhalten kann. Der Workshop, der von BfN, UNESCO , IUCN und dem namibischen Umweltministerium ausgerichtet wurde, stand damit ganz im Zeichen des zunehmenden Interesses für Biosphärenreservate im südlichen Afrika.

 Dokumentation des Workshops

Workshop: UNESCO-Biosphärenreservate - Added Value for Sustainable Development and Conservation (November 2013)

Im Rahmen dieses Vorhabens fand vom 12. bis 14. November 2013 in Gaborone (Botswana) der internationale Workshop mit dem Titel „UNESCO Biosphere Reserves – Added Value for Sustainable Development and Conservation“ statt. Zu den Teilnehmern zählten Vertreter sowohl staatlicher als auch nicht-staatlicher Organisationen aus Botswana, Lesotho, Namibia, Südafrika, Simbabwe sowie Ghana und Deutschland. Ziel des Workshops war es insbesondere auf den Mehrwert hinzuweisen, der sich durch die Einrichtung eines Biosphärenreservates im Hinblick auf eine naturverträgliche und nachhaltige Entwicklung erreichen lässt. Anhand von Fallbeispielen konnte unter anderem das Potenzial von Biosphärenreservaten für die Minderung von Armut durch Einkommen schaffende Maßnahmen, die Bewältigung von Konflikten, die regionale und bilaterale Integration und ein „Community Based Natural Resource Management“-Modell veranschaulicht werden. Deutlich wurden auch die Möglichkeiten, die Biosphärenreservate für Bildung für nachhaltige Entwicklung und angewandte Forschung bieten.

 Dokumentation des Workshops

Workshop-Teilnehmer (Bild: Dorothea Theunissen)

Projektinformation

Laufzeit: seit 2013

Programm: Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen des UFOPLAN

Länder: Botswana, Lesotho, Namibia

Projektpartner:   UNESCO -Büro in Harare;  AfriMAB; IUCN Pretoria Office; Terra-Sana Environmental Consulting;  KAZA Sekretariat;  KFW


Projektmanagement im BfN

Arbeitsgruppe I 2.3 Internationaler Naturschutz
Kontakt:  Dr. Bettina Hedden-Dunkhorst


Letzte Änderung: 12.07.2017

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