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Globale Ozean Biodiversitäts Initiative GOBI


Schlitzbandschnecke (Entemnotrochus adansonius) in 216 Metern Tiefe. Foto: S. Gottheit (IUCN)
Schlitzbandschnecke (Entemnotrochus adansonius) in 216 Metern Tiefe. Foto: S. Gotheil (IUCN)

Die Hohe See und die Tiefsee spielen eine wichtige Rolle für die Regulation des Erdklimas und beherbergen einen bedeutenden Teil der weltweiten noch weitestgehend unerforschten Biodiversität. Allerdings gefährden intensive menschliche Nutzung, Klimawandel und Versäuerung der Meere die Biodiversität, die Balance und die Widerstandsfähigkeit dieser Ökosysteme. Durch ihre Abgeschiedenheit und die damit verbundenen logistischen Schwierigkeiten ihrer Erkundung bleiben die Hoch- und Tiefsee die am wenigsten bekannten und geschützten Gebiete auf diesem Planeten. Sie liegen zumeist ausserhalb nationaler Hochheitsgewässer, so dass zukünftige Schutzbemühungen in diesen Gebieten von guter internationaler Kooperation und Koordination abhängen.

GOBI ist eine internationale Partnerschaft

Tiefseequalle (Atolla sp.) Foto: S. Gotheil (IUCN)
Tiefseequalle (Atolla sp.) Foto: S. Gotheil (IUCN)
Krake (unbestimmt) Foto: S. Gotheil (IUCN)
Krake (unbestimmt) Foto: S. Gotheil (IUCN)

Die Globale Ozean-Biodiversitäts Initiative (GOBI) wurde 2008 durch das BMU als derzeitige Präsidentschaft der Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Biologischen Vielfalt ( CBD ) initiiert. Sie ist vom Bundesamt für Naturschutz gefördert und von IUCN koordiniert. GOBI ist eine internationale Partnerschaft, welche die wissenschaftliche Grundlagenarbeit zum Schutz der Biodiversität auf der Hochsee und in der Tiefsee fördert. Die Arbeit basiert auf den wissenschaftlichen Kriterien, welche 2008 in Bonn von den Parteien der Konvention zur Biologischen Vielfalt zur Identifikation von ökologisch oder biologisch bedeutsamen Meeresgebieten (Ecologically or Biologically Significant Areas - EBSAs) angenommen worden sind. GOBI strebt an, Länder ebenso wie regionale und globale Organisationen bei der Nutzung von existierenden Daten sowie bei der Gewinnung neuer Daten, Hilfsmittel und Methodiken zur Identifikation dieser ökologisch bedeutsamen Meeresgebieten ausserhalb nationaler Rechtszuständigkeit zu unterstützen.


Seekröte, Fam. (Chaunacidae). Foto: S. Gotheil (IUCN)
Seekröte, Fam. (Chaunacidae). Foto: S. Gotheil (IUCN)

Ziele

  • Förderung einer internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, um Staaten und relevante regionale und globale Organisationen bei der Identifikation von ökologisch bedeutsamen Meeresgebieten der Weltmeere unter Berücksichtigung der verfügbaren wissenschaftlichen Daten, Werkzeuge und Methodiken zu unterstützen;
  • Erstellung von Interpretationen der im Rahmen der CBD verabschiedeten wissenschaftlichen Kriterien und deren praktische Anwendung zum Aufbau repräsentativer Netzwerke von Meeresschutzgebieten auf der hohen See;
  • Unterstützung bei der Entwicklung von regionalen Analysen in verschiedenen Ozeanen in Zusammenarbeit mit relevanten Organisationen und Interessensgruppen.

Kalmar (Stoloteuthis sp.). Foto: S. Gotheil/IUCN
Kalmar (Stoloteuthis sp.). Foto: S. Gotheil (IUCN)

Linktipp

GOBI Logo

Mehr Informationen auf der Website:  www.gobi.org 
(englisch)