Bundesamt für Naturschutz

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Gobio uranoscopus (Agassiz,1828

Steingressling

schlanker, karpfenartiger Fisch

EU-Code: 1122, Anh. II

Rote Liste Status (D) 1


Verbreitung

Die Vorkommen des Steingresslings sind auf das Donaugebiet und auf einige Flusssysteme in Griechenland beschränkt. Die nördliche Verbreitungsgrenze wird durch die Flüsse Isar und Salzach gebildet. In Deutschland gilt die Art als verschollen. Es können schnellfließende Gebirgsflüsse besiedelt werden.


Fortpflanzung/Biologie

Die Laichzeit erstreckt sich über 15 Wochen vom Frühjahr bis in den Sommer. Die Weibchen geben die Eier in einer Saison mehrmals in Portionen ab. Das Höchstalter liegt bei ca. 6 Jahren. Eintagsfliegen- und Steinfliegenlarven sind die Hauptnahrung der Art. Das Lückensystem im Gewässergrund dient als Versteckmöglichkeit.


Gefährdung

Gewässerverschmutzung und insbesondere der damit einhergehende Sauerstoffmangel stellt eine Beeinträchtigung dar. Eine weitere Gefahr ist in der Verschlammung des Substrates zu sehen.


Schutz

Es besteht akuter Forschungsbedarf in allen naturschutzfachlichen Fragestellungen, so dass konkrete Schutzmaßnahmen derzeit nicht genannt werden können.

Literaturhinweis

verändert nach:
Steinmann, I. & Bless, R. (2004): Gobio uranoscopus (Agassiz, 1828). In: Petersen, B.; Ellwanger, G.; Bless, R.; Boye, P.; Schröder, E. & Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH -Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 264-266.