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Birdrace, Vögel, Naturschutz, Wettbewerb,

Bundesweites Birdrace: BfN-Team beobachtet in Bonn 94 Arten

  • Bundesamt für Naturschutz unterstützt natursportlichen Wettbewerb
  • Spenden aus dem „Vogelrennen“ kommen vogelkundlichem Projekt zugute
Team sichtet mit Ferngläsern

Teamfoto, Foto: Susanne Lehmann/privat

Moschusente

Moschusente im Rheinauenpark; Foto: Barbara Petersen/BfN

Bonn, 08. Mai 2017: Mit 94 Vogelarten hat in diesem Jahr das Team Birding for Nature den lokalen Sieg für das Stadtgebiet Bonn im Birdrace, dem bundesweiten "Vogelrennen", errungen. Der bisherige Rekord lag bei 100 Arten und wurde vom Team "Feinschmätzer" in den Jahren 2015 und 2016 erreicht. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) unterstützt das bundesweite Birdrace, weil damit auf sportliche Weise für den Naturschutz geworben und biologische Vielfalt begreifbar gemacht wird.

BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel erklärt: "Mit Hilfe einer solchen Veranstaltung lassen sich viele Themen, für die Menschen sich ehrenamtlich engagieren, ausgezeichnet ins öffentliche Bewusstsein rücken. Die langjährigen Datenreihen zur Inventur der Vogelwelt sind für Auswertungen zur Entwicklung der biologischen Vielfalt in Bonn und auch bundesweit von großem Interesse."

Das Birdrace ist eine "Natursportart" und verbindet Bewegung an der frischen Luft und vogelkundliche Beobachtungen. Beim Birdrace erfassen die Teams mit Hilfe von Ferngläsern und geübtem Hörvermögen die heimische Vogelwelt. Ziel ist es, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Vogelarten auf die jeweilige Teamliste zu bekommen. Neben Amsel, Wacholderdrossel, Buchfink und Star ließen sich in diesem Jahr im Stadtgebiet von Bonn auch seltene Arten wie Flussuferläufer, Baumfalke, Pirol, Uhu oder Braunkehlchen entdecken.

Insgesamt gingen beim "Birdrace" in Bonn am Samstag ab 4:10 Uhr fünf Teams an den Start. Bundesweit starteten in diesem Jahr 1070 Teilnehmende in 302 Teams. Davon waren 161 Teams wie alle Bonner Teams umweltfreundlich per Rad unterwegs. Das Team Cuxland holte mit 178 nachgewiesenen Vogelarten im Kreis Cuxhaven den bundesweiten Sieg. Bundesweit konnten insgesamt 306 Arten nachgewiesen werden. Alle Ergebnisse sind unter www.dda-birdrace.de nachlesbar.

Neben dem natursportlichen Wettbewerb ist das Birdrace auch ein Spendenlauf für den Vogelschutz und die Vogelbeobachtung. Seit 2007 gelang es dem Bonner Team "Birding for Nature" langjährig den bundesweit zweiten Platz beim Spendenlauf zu erreichen. In diesem Jahr gab es neue Konkurrenz eines Teams aus Luxemburg, das erstmals als "Gast" am deutschen Birdrace teilnahm. Das Team "Birding for Nature" erreichte mit rund 3.200 Euro den zweiten Platz im bundesweiten Rennen um den Spendenkönigstitel.

Hintergrund
Das Birdrace in Deutschland fand 2017 zum 14. Mal statt. Es wird vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) organisiert. Anders als die wörtliche Übersetzung "Vogelrennen" vermuten lässt, rennen bei einem Birdrace nicht die Vögel, sondern die Beobachterinnen und Beobachter. Sie versuchen in Teams von drei bis fünf Personen innerhalb von 24 Stunden so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Wer am Ende die meisten Arten entdeckt hat, hat gewonnen.

Bereits seit dem ersten bundesweiten Birdrace sind die Teams dazu aufgerufen, Spenden für ein Projekt zu sammeln. Nachdem sechs Jahre lang für den bundesweiten Brutvogelatlas ADEBAR gesammelt wurde, fließen die Spenden seit 2010 in den Unterhalt, die Betreuung und die Weiterentwicklung eines Internetportals für Vogelbeobachtungen. Das Internetportal ornitho.de in enger Partnerschaft mit ornitho.lu bietet faszinierende Einblicke in das vogelkundliche Geschehen hierzulande (s. Publikationen und Auswertungen auf ornitho.de). Mit den diesjährigen Spenden werden erneut Betreuung, Unterhalt und Weiterentwicklung des Portals unterstützt. Im Frühling lässt sich durch ornitho.de beispielsweise der Fortschritt im Frühjahrszug tagesaktuell nachvollziehen, etwa wann und wo die ersten Schwalben beobachtet werden, die ersten Fitisse singen oder wie West- und Ostzieher beim Weißstorch zeitlich gestaffelt in den Brutgebieten ankommen.


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Letzte Änderung: 08.05.2017

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