Bundesamt für Naturschutz

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Klimawandel, Tourismus und Biodiversität

Tourismus wird durch globale und regionale Klimaveränderungen maßgeblich beeinflusst. Tourismus als wichtige Nutzungsform von Natur und Landschaft hat wiederum wesentliche - positive wie negative Auswirkungen auf diese. Er trägt mit den CO2-Emissionen aus dem Flugverkehr jedoch auch selbst stark zum Klimawandel bei. Gleichzeitig hat der Klimawandel auch direkte und indirekte Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Eine Tatsache, der auch der Tourismus in Zukunft begegnen muss. Das BfN begegnet dieser Herausforderung mit den vorgestellten Projekten.


F&E-Vorhaben: "Biodiversität und Klimawandel – Herausforderungen für Tourismusregionen"

Drei Landschaftstypen, drei Tourismusmagneten v.l.n.r.: Binnengewässer, Küste und Mittelgebirge (Bildautorin B. Engels)

Der Klimawandel stellt touristische Destinationen vor die Herausforderung, mit den zu erwartenden Veränderungen in Landschaft und Reiseverhalten umgehen zu müssen.

Im Rahmen des Projekts  "Tourismusregionen als Modellregionen zur Entwicklung von Anpassungsstrategien im Kontext Biologische Vielfalt, Tourismus und Klimawandel (BiKliTour)" wurden drei unterschiedliche, touristisch relevante Landschaftstypen anhand von Modellregionen genauer betrachtet: Mittelgebirge in der Region Schwarzwald, Küste im Biosphärenreservat Südost-Rügen, sowie Binnengewässer in der Region des Naturparks Feldberger Seenlandschaft. Bereits vorhandene Klima- und Landschaftsdaten wurden hierzu ausgewertet und regionsspezifisch aufbereitet.

Sie dienen als Basis für einen integrativen Kommunikations- und Partizipationsprozess mit AkteurInnen aus Tourismus, Naturschutz, Planung, Verkehr und Regionalentwicklung, in dessen Mittelpunkt die strategische Anpassung der touristischen Regionen an den Klimawandel steht.

Grundlagen für eine natur- und umweltverträgliche räumliche Planung touristischer Standorte, die sich nach Grundsätzen der Klimaverträglichkeit richtet, sind im Culterra-Band "Nachhaltige Entwicklung von Tourismusregionen im Kontext von Klimawandel und biologischer Vielfalt" (2014) festgehalten. Eine Aufbereitung der Ergebnisse für die Praxis findet sich im Leitfaden "Tourismus und biologische Vielfalt in Zeiten des Klimawandels" (s. Veröffentlichungen).

Projektpartner war das  Institut für Ökologische Raumentwicklung (IÖR) der TU Dresden in Kooperation mit dem  Institut für Landespflege der Universität Freiburg.

Laufzeit: 2011-2014


Fachtagung 2008: "Klimawandel fordert Tourismuswandel. Risiken und Chancen für die biologische Vielfalt und den Tourismus in Deutschland"

Plaine-Morte-Gletscher in den Berner Alpen, Schweiz (Bildautorin B. Engels)

Überschwemmte Strände in Mecklenburg-Vorpommern und ausbleibende WintersporttouristInnen rund um einen schneefreien Feldberg im Schwarzwald? Wie genau wird sich der Klimawandel auf die deutschen Urlaubslandschaften auswirken? Welche Handlungsoptionen haben Tourismusunternehmen, -gemeinden und -regionen? Gibt es neben steigenden Risiken vielleicht auch Chancen, die der Klimawandel mit sich bringt?

Um diese Fragen drehte sich die Fachkonferenz des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (FH) Eberswalde im November 2008.
Vor Allem mehr Klarheit sollte geschaffen werden, ein fundierter Überblick über die Auswirkungen des Klimawandels auf Landschaften und Biodiversität in Deutschland und die Folgen für den Tourismus vermittelt sowie Lösungsmöglichkeiten und Best-Practice-Beispiele aufgezeigt werden – all das vor dem Hintergrund einer Öffentlichkeitsdebatte, die oftmals von Unsicherheiten, Widersprüchen und Halbwahrheiten dominiert scheint.

 

 

Veröffentlichungen

Titelseite Praxisleitfaden

 Praxisleitfaden "Tourismus und biologische Vielfalt in Zeiten des Klimawandels"

Heuchele, L., Renner, C., Syrbe, R.-U., Lupp, G. und Konold, W. (2014). Nachhaltige Entwicklung von Tourismusregionen im Kontext von Klimawandel und biologischer Vielfalt. ( Inhaltsverzeichnis)

Letzte Änderung: 20.07.2017

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