Bundesamt für Naturschutz

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NATURA 2000 und Tourismus


Logo von Natura 2000 (Bildrechte Natura 2000)

In vielen Regionen ist die intakte Natur die wich-tigste Grundlage des Tourismus. Sie zu erhalten, sollte daher nicht nur im Interesse des Natur-schutzes sein. Trotzdem fürchten viele Regionen negative Auswirkungen auf ihre touristischen Entwicklungsmöglichkeiten durch die Ausweisung von Schutzgebieten allgemein. So wird auch die Ausweisung von Natura 2000-Gebieten häufig mit strengem Naturschutz und sogar Nutzungs- und Betretungsverbot assoziiert. Auf der anderen Seite befürchten viele Naturschutzakteure eine uneingeschränkte Nutzung der Natur durch den Tourismus, die in der Konsequenz zum Verlust von vielen Arten und Lebensräumen führen kann.
Eine nähere Betrachtung der Sachzusammenhänge zwischen Tourismus und Natura 2000 betrifft vor allem die folgenden drei Bereiche: die Ausübung von Freizeitaktivi-täten in Natur und Landschaft, Bau und Erweiterung von touristisch genutzten Infrastrukturen sowie die Tourismusplanung.

Ö.T.E. Verbändeprojekt

Akzeptanz von NATURA 2000 bei verschiedenen Akteursgruppen
Balkendiagramm zur Akzeptanz von NATURA 2000 bei verschiedenen Akteursgruppen: Tourismusakteure haben zu 19 % eine positive Haltung zu NATURA 2000, 18 % eine negative, über 60 % sind unentschlossen/abwartend. Insbesondere Land- bzw. Fortwirtschaft sind we

Das Bundesamt für Naturschutz hat sich im Rahmen eines Verbände-projektes mit den Problemen und Chancen befasst, die Natura 2000 für touristische Regionen bietet. Die Untersuchung hat gezeigt, dass der Kenntnisstand zu NATURA 2000 bei Akteuren aus dem Naturschutz erwartungsgemäß hoch, in der Tourismusbranche jedoch sehr niedrig ist: zwei Drittel der Befragten gaben an, wenige bis keine Kenntnis-se zu haben. Problematisch ist für touristische Akteure - neben dem allgemeinen Wissensdefizit über Natura 2000 - die für sie zu wenig transparente Prozedur bei den (Nach-)Meldungen von NATURA 2000 Gebieten und mangelnde Information über die konkreten Auswirkungen von NATURA 2000 auf touristische Aktivitäten sowie potenzielle Fördermöglichkeiten.

Leitfaden für Akteure aus Sport und Tourismus

Der Leitfaden „Natura 2000 - Sport und Tourismus - Ein Leitfaden zur Anwendung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie“ wurde für AkteurInnen aus Tourismus und Sport erarbeitet und enthält einen Einblick in die Ziele und Aufgaben des Schutzgebietsnetzes Natura 2000: Wo ist Rücksichtnahme auf wertvolle Arten und Lebensräume erforderlich und wie vorsorgend können mögliche Auswirkungen verhindert werden? Der Leitfaden ist in deutscher und englischer Sprache frei verfügbar:

U. Pröbstl & A. Prutsch (2009): Natura 2000 - Sport und Tourismus - Ein Leitfaden zur Anwendung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie,  pdf-Datei .

U. Pröbstl & A. Prutsch (2009): Natura 2000, Outdoor Recreation and Tourism - A Guideline for the Application on the Habitats Directive and the Birds Directive,
 pdf-Datei .

Veröffentlichungen

Garbe, C., Pröbstl, U., Meyer, M. u. Räth, B. (2005): Natura 2000 und nachhalt-iger Tourismus in sensiblen Gebieten – Empfehlungen zum Management des Tourismus in Natura 2000-Gebieten im Sinne einer nachhaltigen Tourismusent-wicklung,  BfN-Skripten 135, pdf-Datei.

Titelseite des Natura 2000 - Leitfadens für Sport und Tourismus

Natura 2000 - Leitfaden für Sport und Tourismus:
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Letzte Änderung: 20.07.2015

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