Bundesamt für Naturschutz

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Wirtschaftliche Effekte des Naturschutzes

Kurzbeschreibungen ausgewählter Publikationen


Ökonomische Bewertung naturverträglicher Hochwasservorsorge an der Elbe
Publikation "Ökonomische Bewertung naturverträglicher Hochwasservorsorge an der Elbe"

GROSSMANN, M., HARTJE, V. und MEYERHOFF, J. (2010)

Ökonomische Bewertung naturverträglicher Hochwasservorsorge an der Elbe

 Naturschutz und Biologische Vielfalt 89. Landwirtschaftsverlag, Münster.

In Anbetracht des zunehmenden Risikos von Schäden durch Überschwemmungen und des hohen Verlustes aktiver Auen in den vergangenen Jahrzehnten, stellt sich immer wieder die Frage, welche Hochwasserschutzmaßnahmen sinnvoll sind. Das Spektrum reicht von technisch geprägten Maßnahmen wie Deichbau und -sanierung bis hin zu Naturschutz fördernden Projekten wie Deichrückverlegungen, der Wiedergewinnung natürlicher Überschwemmungsflächen und einer Revitalisierung von Auen. Die Studie macht deutlich, dass multifunktional ansetzende Maßnahmen, die neben dem Hochwasserschutz anderen Ökosystemfunktionen mit zugute kommen, auch volkswirtschaftlich gesehen einen höheren Nutzen bringen.
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Bewertung der Ökosystemdienstleistungen von HNV-Grünland
Publikation "Bewertung der Ökosystemdienstleistungen von High Nature Value-Grünland"

MATZDORF, B., REUTTER, M. und HÜBNER, C. (2010)

Bewertung der Ökosystemdienstleistungen von HNV-Grünland

 Abschlussbericht des Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Das artenreiche Grünland, sogenanntes HNV-Grünland, stellt einen zentralen Bestandteil für den Erhalt der Biodiversität in der europäischen Kulturlandschaft dar. Deutlich wird dies auch auch durch die FFH -Richtlinie: große Anteile dieses Grünlandes sind als schützenswerte Lebensräume des Anhang I im Rahmen der FFH -Richtlinie definiert. Des Weiteren sind viele schützenswerte Arten der FFH -Richlinie sowie der Vogelschutzrichtlinie in diesen Grünlandflächen zu finden. Allerdings kann dieser Landschaftsbestandteil nur durch menschliche Aktivität erhalten werden. Vor diesem Hintergrund wendet die Vorstudie das Konzept der Ökosystemdienstleistungen an und liefert eine erste Abschätzung der Umweltleistungen von HNV-Grünland in Deutschland.


Ökologisch wirtschaften: Zukunftsperspektiven ländlicher Räume
Publikation: "Ökologisch wirtschaften: Zukunftsperspektiven ländlicher Räume."

BMUB (Hrsg.) (2009)

Ökologisch wirtschaften: Zukunftsperspektiven ländlicher Räume

 BMUB - Reihe Umweltpolitik: Ökologisch wirtschaften 

Der ländliche Raum bedeckt rund 80 % der Gesamtfläche Deutschlands und beherbergt etwa 40 % der Deutschen. Die Landwirtschaft als zentrales landschaftsprägendes Element ist Arbeitsplatz für ca. 1,2 Millionen Menschen, bietet aber auch Lebensraum für eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Diese Natur als Grundkapital ländlicher Räume zu erhalten und gleichzeitig einen Weg der regionalen Wertschöpfung zu beschreiten ist Ziel des ökologischen Wirtschaftens. Schlüsselmärkte sind hierbei  unter anderem die Bereiche Energieversorgung, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Ernährungswirtschaft sowie das Gesundheits- und Sozialwesen. So überstieg z. B. die Nachfrage nach Lebensmitteln aus ökologischem Anbau zeitweise deutlich das Angebot. Wachstumschancen ergeben sich außerdem in der Umweltbildung sowie der Bereitstellung ökologischer Dienstleistungen. Diese innovativen ökologischen Wirtschaftspotenziale zur Stärkung der Attraktivität ländlicher Räume sind Inhalt der Studie.


Naturschutz und Biologische Vielfalt 76
Publikation: "Regionalökonomische Effekte des Tourismus in deutschen Nationalparken."

JOB, H.,WOLTERING, M. und HARRER, B. (2009)

Regionalökonomische Effekte des Tourismus in deutschen Nationalparken

 Naturschutz und Biologische Vielfalt 76. Landwirtschaftsverlag, Münster

Nationalparke stellen beliebte Ziele im Naturtourismus dar. Ein Alleinstellungsmerkmal, welches man am touristischen Markt nutzen sollte, um neben den Zielen des Naturschutzes auch wirtschaftlichen Interessen Rechnung zu tragen. Welche Impulse dabei von Nationalparken auf die Region ausgeübt werden ist Thema dieses Buches. In einer Studie wurde bei fünf Nationalparken der Stellenwert des Tourismus für die regionale Wirtschaft bestimmt und darauf aufbauend mittels Hochrechnung die bundesdeutsche Gesamtsituation abgeschätzt. Die Ergebnisse belegen die große Bedeutung von Nationalparken für den Tourismus und geben Auskunft über Besucherstrukturen und deren Motivationen. Für Akteure im Nationalparkgebiet kann dies wichtige Hinweise für Entwicklungsentscheidungen und eine Erhöhung der Akzeptanz von Großschutzgebieten geben.


BfN-Skripten 135
Publikation "Ökonomische Effekte von Großschutzgebieten - Untersuchung der Bedeutung von Großschutzgebieten für den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Region." BfN-Skripten 135.

JOB, H., HARRER, B., METZLER, D. et al. (2005)

Ökonomische Effekte von Großschutzgebieten - Untersuchung der Bedeutung von Großschutzgebieten für den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Region

 BfN-Skripten 135

International spielen Großschutzgebiete als Attraktionspunkte im Fremdenverkehr eine wichtige Rolle. Insbesondere in Nordamerika, Afrika und Asien stellen Nationalparke und andere Schutzgebiete häufig wichtige Tourismusziele dar. In Mitteleuropa, besonders in Deutschland, werden Großschutzgebiete erst in jüngster Zeit in eine umfassende touristische Entwicklungsplanung eingeschlossen. Nur in wenigen Fällen wird die Zugkraft der staatlichen Prädikatisierung in dem Umfang für eine touristische Vermarktung genutzt, wie es andere Destinationen bereits erfolgreich praktizieren. In dem Skript wird anhand von drei Großschutzgebieten in Deutschland das weitgefächerte Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Tourismus sowie insbesondere die damit verbundene Möglichkeit, positive regionalwirtschaftliche Effekte zu erzielen, untersucht. Die bei der Analyse gewonnen Ergebnisse machen deutlich, dass Großschutzgebiete beachtliche Beiträge für die regionale Wirtschaft leisten können.  


BfN-Skripten 154
Publikation "Natur ist Mehr-Wert." BfN-Skripten 154.

NEIDLEIN, H.-C. und WALSER, M. (2005)

Natur ist Mehr-Wert - Ökonomische Argumente zum Schutz der Natur

 BfN-Skripten 154

In Zeiten wirtschaftlicher Stagnation und hoher Arbeitslosigkeit wird der Naturschutz oft als "Jobverhinderer" und " Wachstumsbremse" bezeichnet. Doch wie sieht es tatsächlich aus mit den volkswirtschaftlichen Wirkungen des Naturschutzes? Das BfN hat angesichts der starken Fixierung der öffentlichen Debatte auf wirtschaftliche Argumente hierzu ein Kurzgutachten in Auftrag gegeben. Die durch die Gutachter zusammengetragenen Zahlen und Fakten zeigen eindrucksvoll, dass der Naturschutz sehr wohl Motor einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung sein kann.


Naturschutz als Impulsgeber
Publikation "Naturschutz als Impulsgeber für sozioökonomische Entwicklungen"

PETERMANN, C. (2003)

Naturschutz als Impulsgeber für sozioökonomische Entwicklungen

 Angewandte Landschaftsökologie 47. Landwirtschaftsverlag, Münster.

Der Schutz der Natur ist kein Hemmnis, sondern vielmehr Impulsgeber wirtschaftlicher Entwicklung. Gerade in strukturschwachen Regionen besitzt der Naturschutz ein erhebliches Potenzial zur Schaffung von Einkommen und Beschäftigung. Im Rahmen des F+E -Vorhabens „Naturschutz als Impulsgeber für sozioökonomische Entwicklungen“ wurden die sozioökonomischen Auswirkungen der Umsetzung von Naturschutzzielen auf lokaler/regionaler Ebene exemplarisch untersucht. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass kooperative Naturschutzprojekte einen beachtlichen Beitrag zur Entwicklung ländlicher Raume liefern können.

Weitere Veröffentlichungen des BfN

  • Beständig, U., Wuczkowski, M. (2012).  Biodiversität im unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagement - Chancen und Ansätze für Einkauf, Marketing und Liegenschaftsmanagement. Centre for Sustainability Management, Lüneburg.
  • BfN (Hrsg.) (2003): Naturschutz durch Vermarktung.  Natur und Landschaft 78 (7) – Schwerpunktheft.
  • Blümlein, B., Güthler, W. und Habelt, U. et al. (2001): Naturschutzrelevante Produktions- und Vermarktungskriterien ausgewählter Regionalprodukte.
     BfN-Skripten 33. BfN, Bonn.
  • Gehrlein, U., Grunzke, B. und Steimel, K. et al. (2007): Strategien zur Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens in Biosphärenreservaten.  BfN-Skripten 202. BfN, Bonn.
  • Gehrlein, U. und J. Fick (2008): Bedeutung der Regionalvermarktung.  BfN-Skripten 221. BfN, Bonn.
  • Kullman, A. (2007): Regionalvermarktung in den deutschen Biosphärenreservaten – Status Quo-Analyse und Optimierungspotentiale.  BfN-Skripten 175. BfN, Bonn.
  • Naturkapital Deutschland – TEEB DE (2012): Der Wert der Natur für Wirtschaft und Gesellschaft –  Eine Einführung. München, ifuplan; Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ; Bonn, Bundesamt für Naturschutz.
  • Naturkapital Deutschland – TEEB DE (2013):  Die Unternehmensperspektive – Auf neue Herausforderungen vorbereitet sein. Berlin, PricewaterhouseCoopers; Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ; Bonn, Bundesamt für Naturschutz.
  • Naturkapital Deutschland – TEEB DE (2014):  Naturkapital und Klimapolitik – Synergien und Konflikte. Kurzbericht für Entscheidungsträger. Technische Universität Berlin; Leipzig, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ.
  • Petermann, C. und Letzner, V. (2011): Regionale Beschäftigungseffekte durch Naturschutz.  Natur und Landschaft 4: 168-171.

Sonstige Publikationen

  • Deutscher Verband für Landschaftspflege (Hrsg.) (1998): Praxis-Workshop "Regionale Produktvermarktung für Naturschutz und Landschaftspflege - wie geht das konkret?" vom 28./29. März 2008 in Bonn. Deutscher Verband für Landschaftspflege, Ansbach.
  • Deutscher Verband für Landschaftspflege (Hrsg.) (2006): Landschaft vermarkten - Leitfaden für eine naturverträgliche Regionalentwicklung. Deutscher Verband für Landschaftspflege, Ansbach.
  • Deutscher Verband für Landschaftspflege (Hrsg.) (2012): Natur schützen, Regionen entwickeln – Ein Leitfaden für mehr Naturschutz in der Ländlichen Entwicklung. DVL-Schriftenreihe "Landschaft als Lebensraum",  Heft 19. Deutscher Verband für Landschaftspflege, Ansbach.
  • Jessel, B., Tschimpke, O. und Walser, M. (2009):  Produktivkraft Natur. Hoffmann und Campe. Hamburg.
  • Kullmann, A. (2001): Stand und Perspektiven der Integration des Naturschutzes in das Marketing von Agrarprodukten und Lebensmitteln – Kurzfassung. IfLS, Frankfurt/Main.
  • Schaltegger, S. und Beständig, U. (2010):  Handbuch Biodiversitätsmanagement. Ein Leitfaden für die betriebliche Praxis. BMU, Berlin.
  • Schweppe-Kraft, B. und Schwickert, P. W. (1998): Qualitätskriterien für die Vermarktung besonders natur(schutz)gerecht hergestellter landwirtschaftlicher Produkte - Ein Diskussionsbeitrag des Bundesamtes für Naturschutz. In: Deutscher Verband für Landschaftspflege (Hrsg.): Praxis-Workshop "Regionale Produktvermarktung für Naturschutz und Landschaftspflege - wie geht das konkret?" vom 28./29. März 2008 in Bonn. Deutscher Verband für Landschaftspflege, Ansbach.

Letzte Änderung: 29.04.2014

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