Bundesamt für Naturschutz

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Kooperation mit Nutzern beim Natura 2000-Management


Die Zusammenarbeit von  Landwirtschaft,  Forstwirtschaft und  Fischerei mit dem Naturschutz ist schon jahrzehntelange, vielerorts gängige Praxis, auch wenn diese nicht immer konfliktfrei ist. Es gibt Förderprogramme, Leitlinien und zahlreiche vorbildliche Projekte für gelungene Kooperationen, die sowohl dem Schutz von Arten und Lebensräumen als auch der beteiligten Land- und Forstwirtschaft helfen.

In anderen Bereichen wirtschaftlicher Nutzung von Natur und Landschaft erscheinen die Gegensätze von Naturschutz und Naturnutzung zum Teil deutlich größer, gelungene Kooperationen sind noch eher die Ausnahme oder es handelt sich um neue bisher wenig beachtete Themenfelder bei der Umsetzung von Natura 2000. Daher hatte das Bundesamt für Naturschutz im Jahr 2007 das > F+E Vorhaben "Integration nicht land-, forst- und fischereiwirtschaftlicher Nutzungen in das Management von Natura 2000" vergeben. Kern des Vorhabens waren vier ausgewählte Nutzungsbereiche:  Abbau von mineralischen Rohstoffen militärische Nutzung Bundeswasserstraßen und  Grundwassernutzung. Die Ergebnisse des Vorhabens sind in der Broschüre "Natura 2000 – Kooperation von Naturschutz und Nutzern" veröffentlicht ( Publikationen).

Im Rahmen der Recherchen und der durchgeführten Workshops des Vorhabens kristallisierten sich neun  Erfolgsfaktoren für die Kooperation mit den Nutzergruppen Rohstoffabbau, Militär, Wasserstraßen und Grundwassernutzung in Natura 2000-Gebieten heraus.

Das ökologische Netz Natura 2000 trägt auch dazu bei, dass dauerhaft die Möglichkeit zur Ausübung von Sport- und Erholungsaktivitäten in der Natur gewährleistet ist.  Natursport und Tourismus sind auf eine intakte und vielfältige Natur angewiesen. Um dabei entstehende Probleme zwischen Natur und Nutzung zu lösen oder kooperative Lösungen vorzubereiten, wurde der Leitfaden Natura 2000. Sport und Tourismus erstellt, der anschauliche Beispiele aus der Praxis darstellt ( Publikationen).